Berühmte Keszthelyer

Idõpont: 2009. 01. 19.

Asbóth Sándor (1811-1868) 

 

Ingenieur, Landwehroffizier

Sándor Asbóth wurde in Keszthely geboren als Sohn eines Landwirtes. Er studierte in Selmecbánya und graduierte zum Ingenieur. Im Jahre 1848 wurde er technischer Offizier, später  Flügeladjutant von Kossuth, eines der bedeutendsten ungarischen Denkers und Revolutionärs. Nach dem Scheitern des Freiheitskrieges emigrierte er nach Amerika, wo er zuerst als Ingenieur arbeitete. Zwischen 1861-65 war er Befehlshaber in Florida und Kentucky und machte große Karriere als Generalmajor im Sezessionskrieg. Er starb als US-Botschafter in Buenos Aires, seine letzte Ruhe fand er im National Cemetry in Arlington. An seinem Geburtshaus in Keszthely ist eine Gedenktafel zu sehen.


Básti Lajos (1911-1977)


Schauspieler

Lajos Básti wurde in Keszthely geboren mit dem Familiennamen Berger. Er spielte seine ersten Rollen noch unter diesem Namen. Die Elementarschule und das Gymnasium besuchte er in seiner Geburtsstadt, er machte 1930 Abitur. Sein Diplom bekam er an der Schauspielerakademie im Jahre 1935. Bis zu seinem Tod in Budapest im Jahre 1977 war er einer unserer populärsten Schauspieler. Mit dem Titel "Sirene" hat er seine Novellen und Feuilletons in einem Band gesammelt, 1943 hat er unter dem Titel "Liebesantologie" eine Gedichtsammlung zusammengestellt, 1962 hat er in seiner Essaysammlung mit dem Titel "Woran denkst du Adam", seine Gedanken zu seiner Rolle als "Adam" im Drama Tragödie des Menschen herausgegeben.


Berta Bulcsú (1935-1997)

Schriftsteller

Er hat 1953 in Keszthely sein Abitur gemacht. Von 1966 führte er den kulturellen Teil der Zeitung Esti Napló, dann der Zeitung Dunántúli Napló, inzwischen redigierte er auch den Prosateil in der literarischen Zeitschrift Jelenkor (Gegenwart). Zwischen 1971-74 war er verantwortlicher Redakteur bei der literarischen Zeitschrift Új Írás (Neue Schrift) und leitender Mitarbeiter der Zeitschrift Élet és Irodalom (Leben und Literatur). Er bekam den József Attila-Preis (1966, 1971, 1975), den Gábor Andor-Preis (1986) den Füst Milán-Preis (1991), den Táncsics Mihály-Preis (1993). Grundlagen des geistig-künstlerischen Schaffens sind für ihn die Welt der Dörfer Transdanubiens, des Balatons und der Städte, besonders in den Jahren der Industrieentwicklung, die sich wandelnde Umwelt und die sich dadurch verändernde Lebensweise.


Bulla Béla (1906-1962)


Geomorphologe, Universitätsprofessor

Er wurde in Keszthely geboren, wo er die Elementarschule und das Gymnasium besuchte. An der Budapester Universität absolvierte er als Mitglied des Eötvös Kollegiums die Fächer Geographie und Geschichte, die Jahre 1928-1929 hat er an der Universität Berlin verbracht, von 1929 war er Universitätsassistent, von 1944 Universitätsprofessor, ab 1954 war er Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften. Er war Gründer der Quartärforschung der klimatisch-morphologischen Richtung, ein anerkannter Dozent und Lehrbuchverfasser. Sein bedeutendstes Werk: „Die Physische Geographie Ungarns„ (Budapest, 1962). Er ist im Alter von 56 Jahren in Budapest gestorben. Am 75. Jahrestag seiner Geburt, im Jahre 1981 wurde seine Tätigkeit in Keszthely im Rahmen einer Gedenkfeier gewürdigt, an sein Haus wurde eine Gedenktafel angebracht, im Balaton Museum ist zu seiner Ehre eine Ausstellung vorhanden.

Csány László (1790-1849)


Politiker, Verkehrsminister, Gutsbesitzer im Komitat Zala

In den 1840-er Jahren war er im Burgkomitat Zala neben Deák Anführer der oppositionellen Bewegung, Kämpfer der Schutz- und Trutzbündnisse. Während des Freiheitskampfes wurde er als ergebener Freund von Kossuth zu den kritischsten Stellen geschickt. Er war Generalregierungskomissar der Truppen der Komitaten Zala, Somogy, Baranya, Tolna und der gegen Jelasics kämpfenden Transdanubischen Truppen. Er organisierte Bewaffnung, Ausbildung und Nachschub der Nationalgarde und des Volksaufstandes. Vom Mai 1849 war er Verkehrsminister der Szemere-Regierung. Nach der Waffenniederlegung bei Világos beharrte er während der Verhandlung vor dem Kriegsgericht auf seiner Überzeugung. Haynau ließ ihn in Budapest erhängen.


Csik Ferenc (1913-1945)


Olympiasieger

Ferenc Csík wurde in Kaposvár geboren, aber sein Abitur machte er am Keszthelyer Gymnasium. Bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin gewann er die Goldmedaille über 100 m Freistilschwimmen und Bronze mit der ungarischen 4×200-m-Freistilstaffel. Nach seiner Gymnasialzeit studierte er Medizin. 1945 wurde er während seiner Tätigkeit als Arzt in Sopron bei einem Bombenangriff getötet und in Keszthely beigesetzt. Im Jahr 1983 wurde er in die Ruhmeshalle des internationalen Schwimmsports aufgenommen. Ihm zu Ehren wird jedes Jahr eine Gedenkwanderung veranstaltet.

Darnay-Dornyai Béla (1887-1965)


Lehrer, Museologe

Der gebürtige Keszthelyer hat sein Lehrerdiplom an der Budapester Universität erworben. Er war in Rózsahegy, Veszprém und Magyaróvár als Lehrer tätig, arbeitete in Budapest als Forscher, war zwischen 1940-1948 in Keszthely Museumsdirektor. Er hat die Errichtung mehrerer Museen angeregt, beschäftigte sich mit Geologie, Hydrologie, Botanik und Ethnologie. Er hat bedeutende Reiseführer verfasst. Seine Erinnerung bewahren mehrere Denktafeln in seinen Dienststellen, die Stadt Tata ehrt ihn mit einer Ausstellung in der Burg.

Fáber Sándor (1874-1933)


Lehrer, Landwirt

Sándor Faber wurde in der schlesischen Ortschaft Stein geboren. Nach Absolvierung seiner landwirtschaftlichen Studien in Keszthely, unterrichte er kurze Zeit in Debrecen und Mosonmagyaróvár. Zwischen 1898-1931 war er als Dozent an der Akademie für Agrarwissenschaften in Keszthely angestellt. Er war Experte für Pflanzenbau, Verbesserung von Wiesen und Weiden, er hat die Sojabohnen in Ungarn akklimatisiert, war Verfasser von mehreren Fach- und Lehrbüchern. Er ist in Budapest gestorben, seine letzte Ruhe fand er auf dem Friedhof von Keszthely. An seinem Wohnhaus ist eine Gedenktafel.



Fejér György (1766-1851)


Historiker, Universitätsprofessor, Domherr

Er wurde in Keszthely geboren, wo er auch seine Gymnasialzeit verbrachte. In Preßburg hat er Theologie studiert. Bei hochadeligen Familien, u.a. der Familie Festetics, arbeitete er als Erzieher, später war er in Székesfehérvár Seminarlehrer, in Pest Universitätsprofessor für Theologie. Von 1818 war er Generaldirektor des Schulbezirks Gyõr. Ab 1824 war er bis zu seiner Pensionierung Bibliotheksdirektor der Pester Universität. Er publizierte in diversen Literaturgattungen (Geschichte, Erziehung, Philosophie, Theologie, schöngeistige Literatur). Er hat im Jahre 1817 eine wichtige wissenschaftliche Zeitschrift der Reformzeit, die sog. "Tudományos Gyûjtemény" (Wissenschaftliche Sammlung) gegründet. Sein bedeutendstes Werk ist die mittelalterliche Urkundensammlung in 40 Bänden (Codex diplomaticus Hungariae.1829-1844). Er ist in Pest gestorben. In seiner Geburtsstadt hat er eine Gedenktafel, seit 1993 trägt auch die Stadtbibliothek seinen Namen.

Festetics György (1755-1819 )


Großgrundbesitzer, Schulgründer

Das wohl bekannsteste Mitglied der Familie Festetics wurde im Komitat Vas, in Ság geboren. Nach seinen Studien in Wien war er als Offizier tätig. Nach dem Tod seines Vaters kam er 1782 in Besitz der Schloss- und Hofgüter in Keszthely. György Festetics galt nicht nur als talentierter Politiker, sondern auch als Kulturliebhaber und Mäzen. Er hat das Georgikon, die erste Agraghochschule Europas gegründet, das reformierte Kollegium in Csurgó angelegt, in Keszthely beförderte er die Entwicklung des katholischen Gymnasiums. Seine Familienbibliothek wuchs auf etwa 25.000 Bände, die er auch für die Hochschule zur Verfügung stellte. Die Lehrer erhielten eine Ausbildung, die Studenten Unterkunft und Stipendium. Ab 1817 hat er alle 2 Jahre die literarischen Helikon-Festtage organisiert, die sich heute noch als landesweite Kulturprogramm größter Beliebtheit erfreuen. Auch er war es, der die Wichtigkeit des Hévizer Heilwassers erkannte und 1795 ein Badehaus mit ärztlicher Versorgung mitten auf dem damals noch sumpfigen See errichten ließ. Er ist in Keszthely gestorben und bestattet worden. Seine Bibliothek ist in originalem Zustand. Das Schloss ist in einer von seinen Nachfolgern umgebauten Form zu besichtigen. Im Schlosspark steht seine Statue, seinen Namen trägt eine Straße.

Goldmark Károly (1830-1915)


Komponist

Karl Goldmark ist in Keszthely als Sohn eines jüdischen Kantors geboren. Mit 11 Jahren bekam er den ersten Geigenunterricht, mit 14 Jahren zog seine Familie nach Wien, wo er später über viele Jahre unbeachtet als Theatergeiger wirkte. Ab 1844 besuchte er das Wiener Konservatorium. Im Alter von 18 Jahren, nach der Revolution 1848, gab er seine ersten Soloauftritte als Geiger. Mit 28 Jahren gab er sein erstes Konzert mit eigenen Werken. Zu Beginn der 60-er Jahre lernte er Wagner, Brahms, Strauß und Mahler kennen. 1875 fand in der Wiener Hofoper die Uraufführung seiner Oper "Die Königin von Saba" statt, durch die er mit einem Schlag berühmt wurde. Außer Opern komponierte er Symphonien, symphonische Gedichte, Violinkonzerte. In späteren Jahren erhielt er zahlreiche Ehrungen sowie das Ehrendoktorat der Universität Budapest. Seine Grabstelle befindet sich auf dem Zentralfriedhof Wien. An seinem Geburtshaus ist eine Gedenktafel, im Keszthelyer Schloßpark steht seine Statue, seinen Namen trägt das Kulturzentrum von Keszthely.

Keszthelyi Zoltán (1909-1974)


Dichter

Zoltán Keszthelyi wurde in Keszthely geboren. Er besuchte die Weberschule. Das Gymnasium hat er als Privatschüler absolviert. Zuerst war er Beamter, dann Journalist, seine Werke wurden auch in den Zeitschriften Válasz (Antwort), Nyugat (Westen), Szép Szó (Schönes Wort) veröffentlicht. Nach 1945 hat er sein Studium beendet und sein Diplom erworben, dann wurde er Bibliothekar. Nach 1949 lebte er als freier Schriftsteller. Er übersetzte aus dem Englischen und Deutschen, er erhielt im Jahre 1954 und 1958 den József-Attila-Preis. Sein erster Gedichtband erschien im Jahre 1936 mit dem Titel: Árkon bokron át (Über Gräben und Büsche). Diesem folgten 30 weitere Werke: Gedicht-, Aufklärung-, Erzählungsbände, Märchenspiele und Romane.


Klempa Sándor (1898-1985)

Lehrer, Literaturhistoriker, Bischof

Sándor Klempa wurde in Graz geboren, sein Lehrerdiplom hat er in Geschichte, Geographie, Deutsch und Französisch erworben. Er unterrichtete am Prämonstratenser-Gymnasium in Keszthely, er spielte eine bedeutende Rolle in der Organisierung und Leitung des musikalischen Lebens und in der Pfadfindergruppe der Schule. In den Jahren 1933-1952 ist er als Direktor der Helikon Bibliothek tätig. Er beschäftigte sich mit Literaturgeschichte, sein Interesse galt insbesondere den deutsch-ungarischen und spanisch-ungarischen kulturellen Beziehungen. Nach der Entziehung der Tätigkeitsberechtigung der Mönchsorden trat er in den Dienstverband des Veszprémer Diözesens, er war lange Pfarrer in Zalaszentgrót. Von 1957 war er Veszprémer Vikar, im Jahre 1972 wurde er zum Weihbischof von Báza ernannt. Er ist in Graz gestorben, wo er auch bestattet ist.

Lendl Adolf (1862-1943)


Zoologe

Adolf Lendl ist in Orczyfalva geboren, seine Studien fande an der Budapester Universität für Wissenschaften und an der Technischen Universität statt. Er unterrichtete an beiden Universitäten, hat im Tierarchiv des Ungarischen Nationalmuseums gearbeitet, er hat einen Betrieb für Lehrbehelf gegründet, war Mitglied verschiedener Expeditionen. Er hat an der Neuorganisierung des Budapester Tier- und Pflanzgartens teilgenommen, wo er zwischen 1911-1929 als Direktor tätig war. Im Jahre 1917 wurde er außerordentliches Mitglied der Akademie. Zehn Jahre lang war er Redakteur und Herausgeber der Zeitschrift Természet (Natur) und war auch Parlamentsabgeordneter. Seine wissenschaftlichen Studien beschäftigen sich überwiegend mit Spinnen. Im Jahre 1932 zieht er sich vom wissenschaftlichen Leben zurück, zieht nach Keszthely, wo er ein populäres Mitglied der Gesellschaft der Stadt war.

Nagy Ignác (1810-1854)


Schriftsteller, Journalist


Ignác Nagy wurde in Keszthely geboren, sein Vater war der Verwalter von György Festetics. Seine Gymnasialbildung hat er in verschiedenen Städten absolviert, an der Pester Universität hat er Jura studiert, dann wurde er Beamter. Neben seiner Amtsarbeit war er auch populärer Schriftsteller, mit seinem Namen ist eine neue literarische Gattung verknüpft, die des Lebensbildes. Seinen Erfolg hat er seinen Komödien zu verdanken. Er ist in Pest gestorben. An seinem Geburtshaus wurde im Jahre 1954 eine Gedenktafel angebracht.


Schwarz Dávid (1810-1854)


David Schwarz wurde als Sohn jüdischer Eltern in Keszthely geboren. Er war Holzhändler und verbrachte den Großteil seines Lebens in Agram/Zagreb, das damals zu Österreich-Ungarn gehörte. Erst in den 1880-er Jahren begann sich Schwarz mit Luftschiffen zu befassen. Er schuf das erste flugfähige starre Luftschiff. Es war auch das erste Luftschiff, dessen Außenhaut vollständig aus Metall bestand. Schwarz erlebte den erfolgreichen Jungfernflug seines Schiffes jedoch nicht mehr. Er war in den Jahren 1892 bis 1896 viel auf Reisen, was ihn wohl körperlich sehr stark beansprucht hat, außerdem war er nikotinsüchtig. Er brach am 13. Januar 1897 iin Wien auf der Straße zusammen. Die Stadt Wien ehrte den Erfinder David Schwarz durch ein Ehrenbegräbnis und mit einem Grabmal auf dem Zentralfriedhof. In seiner Geburtsstadt ist eine Straße nach ihm benannt worden und eine Gedenktafel bewahrt seine Erinnerung. Kurz nach seinem Tod kaufte Ferdinand Graf von Zeppelin das Patent von der Witwe des Verstorbenen. Am 3. November 1897 erhob sich dann in Berlin-Tempelhof das erste Mal ein Starrluftschiff in die Lüfte. Es erreichte eine Höhe von 400 m – die Welt kennt es als Zeppelin.


Szendrey Júlia (1828-1868)

Schriftstellerin, Frau vom Dichter Sándor Petõfi

Júlia Szendrey wurde am 29. Dezember 1828 in Keszthely/ Újmajor geboren. Ihr Vater, Ignác Szendrey war zu der Zeit Verwalter der Festetics-Gutswirtschaft. Bald zogen sie aus Keszthely nach Siebenbürgen. Júlia Szendrey hat zwischen 1840-44 in Pest gelernt, im Jahre 1846 hat sie Petõfi kennengelernt, 1847 haben sie geheiratet. Nach dem Tod ihres Mannes hat sie den Universitätsprofessor Árpád Horváth geheiratet. 1868 ist sie im Alter von 40 Jahren in Pest gestorben. In Zeitschriften, Monatsschriften sind Prosawerke und Einzelheiten ihres Memorandums erschienen. Diese wurden nach ihrem Tod gesammelt herausgegeben. An ihrem Geburtshaus wurde im Jahre 1909 eine Gedenktafel platziert. In der Stadt tragen eine Schule und eine Straße ihren Namen. Zur Erinnerung an sie wurde im Jahre 1983 in der Vorhalle des Goldmark Károly Kulturhauses eine Gedenktafel angebracht.


Takáts József

1767-1821 

Schriftsteller, Herausgeber

József Takács wurde in Keszthely geboren, die Elementarschule hat er hier, das Gymnasium jedoch in Gyõr beendet. Er wollte Priester werden, aber vor der Ordination stieg er aus. Er war der Bibliothekar von György Festetics, später Erzieher seines Sohnes. Mit der Unterstützung von Festetics hat er unter den Namen "Magyar Minerva" mit seinem Buchverlagsunternehmen angefangen. Vom Jahre 1800 war er als Rechtsanwalt und Inspektor tätig, von 1808 bewirtschaftete er sein Gut in Tét, später wurde er Obernotar vom Komitat Gyõr. Seine Tätigkeit als Herausgeber und Literaturorganisator ist bedeutender als sein im Jahre 1796 herausgegebener Gedichtband. Er ist in Tét gestorben und wurde auf seinem Landgut, in der bei Mezõõrs liegenden Ortschaft Mindszentpuszta beerdigt. In Keszthely bewahrt eine Gedenktafel seit 1967 an der Wand des Schlosses sein Andenken.


Vaszary Kolos (1832-1915)

Historiker, Erzbischof von Esztergom

Er wurde in Keszthely geboren. Nach seinen Schuljahre in seiner Geburtsstadt verbracht. 1847 trat in den Benediktinerorden ein, wo er seinen Vornamen Ferenc in Kolos änderte. Die Profess erhielt er am 6. Juni 1854. 1855 - Lehrer in Komárom, Pápa, Esztergom, 1869 - Direktor des Gymnasiums von Gyõr, Leiter des Ordenshauses, 1855 - Generalabt in Pannonhalma, 1891 - Erzbischof von Esztergom, Kardinal durch Papst Leo XIII. Im Jahre 1894 Direktor-Mitglied der Akademie. Ab 1912 – lebte er zurückgezogen in Balatonfüred. Seine Lehrbücher in Geschichte und seine Dissertationen sind in zahlreichen Auflagen erschienen. Er ist in Balatonfüred gestorben, wurde in Keszthely beerdigt, sein Grab ist seit 1981 in Esztergom zu finden. In Keszthely trägt eine Straße seinen Namen und ein Gedenktafel bewahrt sein Andeken.
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