RÖMISCHE TRÜMMER IN FENÉKPUSZTA (VALCUM)

Keszthely-Fenékpuszta

Von der im 4. Jahrhundert errichteten römischen Festung sind heute die aufgemauerten Reste des Tores, der dreischiffigen Basilika und der staatlichen Speicherbaute zu erkennen. In der römischen Zeit gab es hier einen Verkehrsknotenpunkt: Der Weg aus dem adriatischen Aquileia in Richtung Aquincum (Óbuda/Altofen) und der aus Sopianae (Pécs/Fünfkirchen) in Richtung Savaria (Szombathely/Steinamanger) haben sich hier bei dem Übergang von Fenékpuszta gekreuzt. Im 4. Jahrhundert wurde die Festung in Fenékpuszta erbaut. Nach 433 geriet Transdanubien unter die Oberhoheit der Hunnen, danach hielten die Ostgoten dieses Gebiet unter ihrer Herrschaft. Ihr König Thiudimer wählte die Festung in Fenékpuszta zu seinem Sitz. Später wurde Transdanubien Teil des awarischen Reiches. Die Awaren siedelten als Hilfsvolk eine christliche Bevölkerung in der Umgebung an, deren eigentümliche Materialbearbeitung die archäologische Forschung als „Keszthely-Kultur“ bezeichnet. Im Gegensatz zu den anderen Festungen in Pannonien wurde die in Fenékpuszta auch in der Völkerwanderungszeit benutzt. Es ist anzunehmen, dass die Ungarn diese Festung im Zuge der Landnahme zerstörten. Es kann frei besichtigt werden.

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