Natürliche Umgebung

Mit ihren 20.000 ständigen Einwohnern ist die Stadt Keszthely die bevölkerungsreichste Siedlung des Plattenseeufers, die darüber hinaus reich an Traditionen ist, und so den Titel die Hauptstadt des Balatons redlich verdient. Die Entwicklung dauerte mehrere Millionen Jahre lang, die das heutige Bild der Natur in der Umgebung der Ortschaft, die am nordwestlichen Zipfel des Balatons - am Fuße des Keszthelyer Gebirges - liegt, geprägt hat.  
Dieses Gebiet war öfters vom Meer bedeckt, so etwa am Anfang des Erdaltertums bzw. am Anfang des Erdmittelalters. Letzteres führte zur Herausbildung von Ablagerungen, woraus der Dolomit entstand, der den überwiegenden Teil des Keszthelyer Gebirges ausmacht, und der erst viel später im Pleistozän – etwa vor zwei Millionen Jahren – sich angehoben hat. Inzwischen jedoch, während der mittleren Kreidezeit und im Miozän erstreckte sich hier eine Wüste, die sich durch das feuchtere Klima in der Oberkreidezeit in einen Sumpf verwandelte. Im Pliozän, etwa vor 5,5-1,8 Millionen Jahren war unser Gebiet vom Pannonischen Meer überspült, dessen Ablagerung der blättrige, glimmerartige Sandstein an der westlichen Bergkante darstellt. Am Ende dieser Zeit entstanden dann infolge von vulkanischen Aktivitäten, die für das Bild des Balaton-Oberlandes charakteristischen Basaltberge. Anschließend kamen an der Oberfläche des Keszthelyer Gebirges durch Bewegungen in nord-südliche Richtung Brüche zustande. Da bildeten sich die Täler aus, die dieses Gebirge so abwechslungsreich machen. Einst bedeckten Wälder fast die ganze Oberfläche. Infolge menschlicher Tätigkeiten traten jedoch bedeutende Veränderungen ein. An den Hügelhängen finden wir heute überall Weingärten. Die Mehrheit der Wälder, die noch übrig geblieben ist, besteht aus Zerreichen und Traubeneichen. Anstelle der abgeholzten Bäume wurden auf dem trockenen Dolomitboden nachträglich Schwarzföhren gepflanzt, die auf die ursprüngliche Pflanzendecke ungünstig ausgewirkt haben. In der Zukunft wird ihr Gebiet nicht mehr erweitert.

Keszthely und seine Umgebung waren für die Ansiedlung der Menschen sehr wohl geeignet, da ihr Klima wegen der Nähe des Mittelmeeres ausgeglichener ist. Das Leben hier begünstigten auch weitere Faktoren: die wildreichen Wälder, der große Fischbestand des Balatons und der fruchtbare Boden.  Wir müssen aber hervorheben, dass von den drei natürlichen Übergängen am Balaton – Tihany, Fenékpuszta, Balatonhídvég – einer (Fenékpuszta) hier zu finden ist, so spielte der Handel immer eine wichtige Rolle im Leben der hier wohnenden Bevölkerung.  Damit kann es erklärt werden, dass dieses Gebiet von den Anfängen an ständig besiedelt war.
 

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